Ablauf der Einäscherung

Ablauf der Einäscherung

Die Feuerbestattung ist heutzutage die meistverbreitete Art der Beerdigung. Infolge gibt es mehrere Krematorien in Österreich, eines davon ist das Krematorium Wien. Viele entscheiden sich auch dafür, die Asche des Verstorbenen mit nach Hause zu nehmen oder wählen eine alternative Urnenbestattung außerhalb des Friedhofes. Dies kann natürlich finanzielle Gründe haben oder auch einfach aus Überzeugung. Weiters handelt es sich nicht selten um zerrüttete Familienverhältnisse, wo man das Geld für eine gängige Bestattungsart nicht aufbringen kann oder will.

Hier finden Sie alle Informationen über den Ablauf der Einäscherung.

 

Wer kann eingeäschert werden?

Jeder Verstorbene dessen Indentifizierung durch die Anzeige des Todes nachgewiesen werden kann. Ohne einen amtlichen Nachweis über die persönlichen Angaben des Leichnams, darf dieser nicht eingeäschert werden. Falls der Sterbefall seitens einer Behörde (zB Polizei, Gerichtsmedizin oder Staatsanwaltschaft) noch bearbeitet wird und keine Freigabe des Leichnams erfolgt ist, darf dieser auch nicht eingeäschert werden. Nicht österreichische Staatsangehörige dürfen nur mit der Erlaubnis der zuständigen Botschaft eingeäschert werden. Sollte diese nicht vorliegen, so ist eine Genehmeigung der Behörde des letzten gemeldeten Wohnsitzes des Verstorbenen nötig.

 

Wo findet die Einäscherung statt?

In jedem gesetzlich anerkannten Krematorium in Österreich oder im jeweiligen Land wo der Leichnam sich gerade eben befindet. Nach der Einäscherung im Ausland erfolgt die aushändigung der Urne an unsere Bestattung.

 

Wann kann eine Einäscherung erfolgen?

Nach dem Einreichen der Anzeige des Todes kann der Leichnam eingeäschert werden. Dies hat zur Folge, dass die Todesursache festzustellen war, somit die Freigabe erfolgt ist und es keinerlei Zeichen von Fremdeinwirkung gegeben hat. Im Falle einer Obduktion die behördlich angeordnet wird, kann die Kremation erst nach der Freigabe stattfinden. Bis zu dem Zeitpunkt befindet sich der Leichnam in einer Kühlvorrichtung.

 

Überführung ins Krematorium

Die Überführung eines Leichnams ist ausschließlich nur in einem Leichenwagen erlaubt, der einer gesetzlich vorgeschriebenen Ausstattung entspricht und somit alle sanitätsbehördlichen und pietätvollen Vorschriften erfüllt. Der Verstorbene wird zumeist in einem Kremationssarg überführt.

 

Indentifizierung des Verstorbenen

Zur Sicherheit wird die Indentität des Leichnams im Krematorium ein weiteres Mal kontrolliert. Sollte es zu Unstimmigkeiten der Daten kommen, so kann die Annahme seitens des Krematorium verweigert werden. Bei der Kontrolle werden die Daten vom sogenannten „Hand- oder Fußpass” mit den Daten auf der Anzeige des Todes verglichen.

Mit dieser Kontrolle wird sichergestellt, dass kein Leichnam ohne eindeutige Indentität eingeäschert werden kann. Zur weiteren Absicherung erhält der Verstorbene vom Krematorium eine Identifikationsnummer, diese wird auf einen Schamottstein festgehalten und in den Sarg gelegt. Nach der Kremierung bleibt dieser Schamottstein erhalten und versichert weiterhin die richtige Abfolge der weiteren Schritte. Da die Daten schon davor elektronisch gespeichert wurden, dürfte nun kein Verwechslungsfehler mehr passieren.

 

Für die Einäscherung eines Leichnams sind folgende Dokumente nötig:

Anzeige des Todes (Totenschein):

Die Anzeige des Todes (auch „rosa Schein” genannt) wird vom Totenbeschauarzt ausgefüllt und mit diesem erfolgt die Freigabe. Sollten Unklarheiten bei der Totenbeschau seitens des Arztes auftauchen, so wird dieser eine gerichtliche Obduktion beantragen und die Freigabe erfolgt erst viel später.

Erlaubnis der zuständigen Behörde:

Sollte eine gerichtliche Obduktion beantragt werden, so ist die Freigabe vom jeweiligen Institut einzuholen wo die Obduktion stattfindet.

Zustimmung des Konsuls (Botschaft):

Ausländische Staatsbürger die in Österreich oder österreichische Staatsbürger die im Ausland verstorben sind, bei beiden Arten ist eine Genehmigung der zuständigen Botschaft unerlässlich. Sollte diese nicht vorliegen, so ist eine Genehmigung der zuständigen Gesundheitsbehörde des jeweiligen Landes nötig. In einigen Fällen genügt auch eine schriftliche Zustimmung derAngehörigen für die Einäscherung des Verstorbenen.

Internationale Sterbeurkunde:

Diese kann erforderlich sein, wenn der Geburtsort des Verstorbenen sich außerhalb der österreichischen Staatsgrenze befindet und die Asche überführt werden soll.

Einwilligung zur Kremation:

Es bedarf einer schriftlichen Zustimmungserklärung der Angehörigen für die Einäscherung des Leichnams. 

 

Der Kremationsprozeß

Vor der Einäscherung wird der Kremationsofen vom verantwortlichen Aufseher vorbereitet. Mit Hilfe eines speziellen Computerprogramms heizt sich der Ofen auf 700-900 Grad. Bevor der Leichnam kremiert wird, werden noch ein letztes Mal die Daten am Hand- und Fußpass und der Anzeige des Todes mit den Daten am Kremierungsauftrag verglichen. Auch der Zustand des Kremierungsofen wird vom verantwortlichen Aufseher überprüft. Dieser muss sorgfältig gereinigt worden sein als auch der Allgemeinzustand gesetz den Vorschriften muss entsprechen. Wenn alle Daten des Leichnams übereinstimmen und der Kremierungsofen nicht weniger als 750 Grad und auch nicht mehr als 900 Grad Hitze erreicht hat, beginnt die Kremation. Der Sarg mit dem bereits eingelegten Schamottstein wird nun mit dem Kopf voran reingeschoben.

Nach dem automatischen Schließen der Ofentüre beginnt der Kremationsprozeß von selbst. Der Computer überwacht die Luftzufuhr und kontrolliert die innere Temperatur die maximal 1000-1100 Grad erreichen darf. Dieser Vorgang dauert im Durchschnitt etwa 60 Minuten. Durch ständige Kontrolle des Aufsehers ist der Kremationsprozeß erst dann beendet, wenn von den sterblichen Überresten lediglich noch kleinere Gebeine im Kremationsofen zu sehen sind.

Nun wird der Kremationsofen wieder auf 700 bis 800 Grad abgekühlt, danach werden die kleineren Gebeine als auch der Schamottstein in den Kühlteil am Ende des Ofens gezogen. Diese werden etwa 30 Minuten ausgekühlt, weiters kommen sie in die sogenannte Kokille. Es ist wichtig zu erwähnen, dass jeder Kremationsofen nach jeder Einäscherung gründlich gereinigt wird.

 

Das Einfüllen der Asche in die Urne

Der Schamottstein mit der eingravierten Identifikationsnummer kommt als Erstes in die Aschenkapsel, danach folgen die sterblichen Überreste. Die Aschenkapsel wird luftdicht verschlossen und um die weitere Identifizierung zu gewährleisten, wird der Deckel der Kapsel mit sämtlichen Daten des Verstorbenen versehen. Es wird der Name, das Geburts- und Sterbedatum, als auch das Einäscherungsdatum samt Schamottnummer in den Deckel geprägt.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit gerne zur Verfügung!